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Ernährung, die zur Gesundheit beiträgt

Mit diesen Vorschlägen könnte es gelingen

Eine unausgewogene Ernährung gehört zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen in Deutschland. Zu fettig, zu zuckerreich, zu wenig nährstoffreich: Die Ursachen sind bekannt, die Folgen vielfältig. Sie reichen vom erhöhten Risiko für Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen bis hin zu volkswirtschaftlichen Belastungen. Laut einer aktuellen Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft verursacht falsche Ernährung in Deutschland jährlich externe Kosten von rund 50 Milliarden Euro – etwa durch krankheitsbedingte Ausfälle, Behandlungskosten und Umweltfolgen.

Vor diesem Hintergrund hat das Lebensmittelunternehmen Danone Deutschland zum Start der Legislaturperiode einen Vorschlagskatalog vorgelegt, um der Ernährungspolitik neue Impulse zu geben. 

Seit Jahrzehnten zielt die ernährungspolitische Debatte auf die Prävention von Übergewicht und ernährungsbedingten Erkrankungen. Doch trotz zahlreicher Initiativen steigen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen die Zahlen weiter. Ein Neustart in der Ernährungspolitik erscheint daher dringend erforderlich – nicht zuletzt, weil gesunde Ernährung maßgeblich zur Lebensqualität, Bildungsfähigkeit und wirtschaftlichen Produktivität beiträgt.

Ein Konzern mit Verantwortung

Als führender Hersteller von Lebensmitteln und medizinischer Ernährung bringt sich das Unternehmen damit aktiv in die politische Diskussion ein. Mit einem kompakten Katalog von zehn Vorschlägen will Danone Lösungen anstoßen, die zu einem nachhaltig gesünderen Essverhalten in Deutschland beitragen und die ernährungsphysiologische Versorgung von Patientinnen und Patienten verbessern können.

Im Zentrum stehen vier Ziele:
• Verbraucherinnen und Verbraucher zu bewussten Entscheidungen befähigen
• pflanzliche Alternativen stärken
• Ernährungsbildung ausbauen
• Krankheitsbedingte Mangelernährung systematisch bekämpfen

"Wir haben in den letzten Jahren viele Schritte unternommen: Rezepturen verbessert, Zucker reduziert, Nährstoffe optimiert und die Verbraucher transparent informiert. Doch wir sind uns bewusst, dass dies noch lange nicht ausreicht", äußert sich Richard Trechman, Geschäftsführer von Danone DACH, zu den Hintergründen der Initiative. "Es ist unser Anspruch, kontinuierlich besser zu werden und gemeinsam mit anderen Unternehmen beim Thema ausgewogene Ernährung voranzugehen. Es ist jetzt aber auch an der Politik, die entscheidenden Rahmenbedingungen für eine konsequent gesündere Ernährungslandschaft in Deutschland zu schaffen."


Zuckerreduktion mit Biss

Ein zentraler Punkt im Vorschlagskatalog von Danone ist die Reduktion von Zucker und Fett – insbesondere in Milchprodukten für Kinder ab drei Jahren. So spricht sich das Unternehmen für einen verbindlichen Grenzwert von 10 Gramm Zucker pro 100 Gramm für Milchprodukte für Kinder ab drei Jahren aus.

Dass ein solcher Richtwert, etwa durch Reformulierung und eine langfristige Reduktionsstrategie umsetzbar ist, zeigt Danone im eigenen Sortiment: Die bekannten Fruchtzwerge liegen bereits unterhalb dieser Marke. Bis Ende 2025 soll dieser Grenzwert für alle Milchfrischeprodukte für Kinder ab drei Jahren gelten – als Teil einer langfristigen Reduktionsstrategie

Darüber hinaus plädiert Danone dafür, Fortschritte bei der Zuckerreduktion auch transparent und sichtbar kennzeichnen und kommunizieren zu dürfen. Dies würde Verbraucherinnen und Verbraucher die Wahl gesünderer Produkte erleichtern und gleichzeitig Anreize für die gesamte Branche schaffen, Rezepturen konsequent weiterzuentwickeln.

Faire Bedingungen für pflanzliche Alternativen

Noch immer gelten für pflanzliche Milchalternativen wie beispielsweise Haferdrinks 19 Prozent Mehrwertsteuer – während Kuhmilch mit nur sieben Prozent besteuert wird. Danone setzt sich sowohl aus einer gesundheitspolitischen als auch einer ökologischen Perspektive für eine steuerliche Gleichstellung ein. Eine Forderung, die übrigens auch von anderen Akteuren, u.a. dem Umweltbundesamt, Greenpeace und auch den Verbraucherzentralen seit mehreren Jahren unterstützt wird. 

Danone plädiert dafür, ebenso wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, pflanzliche Milch- und Joghurtalternativen gezielt mit wichtigen Mikronährstoffen wie Calcium oder Vitamin B12 anzureichern – vor allem, um ernährungsphysiologisch gleichwertige Alternativen zu tierischen Produkten zu schaffen. Gleichzeitig sieht das Unternehmen die öffentliche Hand in der Verantwortung, über die gesundheitlichen Vorteile solch angereicherter Produkte besser aufzuklären. Wenn Bund und zuständige Behörden hier aktiver informieren, könnten Vorbehalte abgebaut und gleichzeitig Hersteller motiviert werden, mehr gesundheitsfördernde Alternativen anzubieten. 

Gesunde Entscheidungen sollten leichtfallen

Ernährungsgewohnheiten werden früh geprägt – umso wichtiger ist die feste Verankerung von Ernährungsbildung im Kita- und Schulalltag. Dem Vorbild des Kita-Qualitätsgesetzes folgend schlägt Danone ein eigenständiges Förderprogramm für Grund- und weiterführende Schulen vor, das gezielt Projektwochen zur Ernährungsbildung unterstützt. Ein besonderer Fokus sollte auf sozioökonomisch benachteiligten Stadtteilen liegen, um allen Kindern – unabhängig von Herkunft oder Einkommen – den Zugang zu Wissen über gesunde Ernährung zu ermöglichen.

Auch für Erwachsene soll es leichter werden, gesunde Entscheidungen zu treffen. Danone fordert deshalb eine europaweit einheitliche und verständliche Nährwertkennzeichnung. 

Mangelernährung erkennen - und konsequent handeln

Krankheitsbedingte Mangelernährung ist eine stille Krise im Gesundheitswesen – und betrifft deutlich mehr Menschen, als gemeinhin angenommen. Schätzungen zufolge ist etwa jede vierte Patientin bzw. jeder vierte Patient in deutschen Kliniken mangelernährt – oft ausgelöst durch Erkrankungen wie Krebs, Schlaganfälle oder chronische Leiden, die zu Appetitverlust oder Schluckbeschwerden führen.

Die Folgen sind gravierend: schlechtere Therapieergebnisse, längere Krankenhausaufenthalte – im Schnitt über 40 % länger – und enorme Zusatzkosten: rund 8,6 Milliarden Euro jährlich. Für Kinder, ältere Menschen oder schwerkranke Patientinnen und Patienten kann ein unentdeckter Nährstoffmangel sogar lebensgefährlich sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) geht davon aus, dass jährlich bis zu 200.000 Todesfälle auf krankheitsbedingte Mangelernährung zurückzuführen sind.

Trotz dieser alarmierenden Zahlen fehlt es in vielen Kliniken an standardisierten Verfahren zur Erkennung und Behandlung. Danone fordert daher, verbindliche Screenings in medizinischen Einrichtungen zu etablieren – als Grundlage für eine frühzeitige Diagnose und gezielte Ernährungstherapie.

Als langjähriger Akteur im Bereich medizinischer Ernährung will Danone einen aktiven Beitrag leisten – sieht aber auch die Politik in der Pflicht, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Nur im Schulterschluss mit Fachkräften, Klinikträgern und der öffentlichen Hand lässt sich dieser Missstand nachhaltig beheben.

Politik trifft Praxis 

Danone hat seinen Vorschlagskatalog beim gemeinsamen parlamentarischen Frühstück mit dem Tagesspiegel unter dem Titel „Neustart in der Ernährungspolitik“ vorgestellt. Expert:innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutierten dort gemeinsam über konkrete Maßnahmen für die neue Legislaturperiode. 

Klar ist: Gesunde Ernährung braucht nicht nur guten Willen - sondern entschlossenes politisches Handeln.

Mehr Informationen zum Vorschlagskatalog finden Sie hier.


Verfasst von Marvin-Berfo Günyel, Tagesspiegel.


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