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Klimaziele im Gesundheitswesen: Orion Pharma liefert Lösungen

ORION Pharma verbindet Tradition und Innovation mit klaren Klimazielen: Ein neuer Behandlungspfad für Asthma und COPD soll Versorgung verbessern, Emissionen senken und Akteure vernetzen. So wird nachhaltige, patientenzentrierte Medizin Realität.

Dr. Robert Borgdorf, Geschäftsführer von ORION Pharma GmbH

ORION Pharma ist ein weltweit agierendes finnisches Pharmaunternehmen, das sich für die Verbesserung der Lebensqualität einsetzt – mit dem klaren Ziel „BUILDING WELL-BEING“. Es ist davon überzeugt, dass Gesundheit und Wohlbefinden die Grundlage für ein erfülltes Leben und eine funktionierende Gesellschaft bilden.

Als Geschäftsführer von ORION Pharma GmbH gehört Dr. Robert Borgdorf zu den prägenden Stimmen für nachhaltige Transformation im Gesundheitswesen. Er verbindet unternehmerische Verantwortung mit konkreten Klimaschutz-Initiativen und setzt sich dafür ein, Patientenwohl und Klimaambitionen zusammenzudenken.

Im Rahmen der Future Sustainability Week nimmt Dr. Borgdorf als Speaker teil und erläutert hier im Interview seine Sicht auf die Nachhaltigkeitstransformation im Gesundheitswesen. Sein Credo: Effizienz, Transparenz und Innovation reduzieren Emissionen, verbessern Ergebnisse für Patientinnen und Patienten und stärken die Resilienz des Gesundheitssystems.

Herr Dr. Borgdorf, welche besonderen Merkmale zeichnen Orion Pharma als Unternehmen im Gesundheitswesen aus? Inwiefern werden bei Ihnen die Aspekte wie Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung berücksichtigt?

Orion Pharma ist ein Unternehmen mit mehr als 100 Jahren Geschichte. Uns zeichnet die Fähigkeit aus, Tradition mit Innovation zu verbinden. 1917 wurden wir in Finnland gegründet. Unser Hauptsitz sowie unsere Forschungs- und Produktionsstätten befinden sich weiterhin dort, doch wir sind weltweit aktiv. Seit 1991 sind wir in Deutschland präsent und koordinieren von Hamburg aus unsere Aktivitäten in Zentraleuropa, wobei Deutschland unser größter Markt innerhalb der EU ist.

Unsere Mission „Building well-being“ drückt aus, was uns wichtig ist: Wir achten auf die Lebensqualität und beste Versorgung der Patienten, auf das Wohl unserer Mitarbeiter, die Einhaltung ethischer Standards und den Schutz von Umwelt und Klima.

Selbstverständlich steht eine erstklassige Versorgung der Patienten für uns an erster Stelle. Gleichzeitig legen wir mit unserer Forschung großen Wert auf Nachhaltigkeit – ökonomisch, ökologisch und sozial. Das tun wir, in dem wir Emissionen verringern, Ressourcen schonen und Kreislaufwirtschaft fördern. Damit beweisen wir, dass Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Zudem verstehen wir das Wohl unserer Mitarbeiter als Schlüssel zum Erfolg. Unsere Unternehmenskultur basiert auf Innovation, Teamarbeit und persönlicher Entwicklung.

Warum ist es Ihnen als Pharmaunternehmen ein besonderes Anliegen, beim Thema Klimaschutz voranzugehen?

Als Pharmaunternehmen mit Fokus auf die Behandlung von Krebs- und Atemwegserkrankungen, neurologischen Erkrankungen wie Parkinson und Migräne und Frauengesundheit sehen wir täglich die direkten Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit der Patienten. Die WHO hat 2021 den Klimawandel als „größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit“ eingestuft - das können wir nicht ignorieren.

Wir haben erkannt, dass das Gesundheitswesen dabei eine zentrale Rolle spielt: Es ist gleichzeitig Betroffener und Verursacher des Klimawandels. Das deutsche Gesundheitssystem verursacht etwa 5% der nationalen Treibhausgasemissionen. Das entspricht rund 35 Millionen Tonnen CO₂, genauso viel wie die Gesamtemissionen der Schweiz*. Besonders Patienten mit Atemwegserkrankungen leiden unter häufigeren Hitzetagen, verschlechterter Luftqualität und verstärkten Allergenen. Asthma und COPD gehören bereits heute zu den häufigsten chronischen Lungenerkrankungen, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Für uns gilt daher: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Aus diesem Grund entwickeln wir aktuell einen Behandlungspfad, der die zentralen Hebel zur CO₂-Reduktion entlang der gesamten Behandlungskette von Patienten mit Atemwegserkrankungen analysiert.

Das klingt nach einem interessanten Projekt! Können Sie bitte genauer erklären, worum es geht und welche Impulse Sie damit für das Gesundheitswesen setzen möchten?

Gerne! Bei diesem Projekt geht es uns darum, Patientenwohl mit Klimaschutz zu verbinden. Wir entwickeln einen optimalen Behandlungspfad für Patienten mit Asthma und COPD, um die Patientenversorgung zu verbessern und gleichzeitig klimaschädliche Emissionen zu reduzieren. Das tun wir, indem wir praxisorientierte Handlungsempfehlungen für eine klimafreundlichere und patientenorientierte Versorgung entwickeln und Best Practices identifizieren, die andere Akteure übernehmen können. Damit möchten wir das Bewusstsein für klimafreundliche Gesundheitsversorgung stärken.

Das Projekt bringt verschiedene Akteure aus dem Gesundheitswesen zusammen, darunter Apotheker, medizinische Fachgesellschaften, Krankenkassen, Patientenorganisationen, Wissenschaftler und Versorgungseinrichtungen. Wir sind die treibende Kraft hinter dem Projekt und übernehmen die Rolle der Koordination, um sicherzustellen, dass wir dieses Ziel gemeinsam erreichen.

Was bedeutet der klimaneutrale Behandlungspfad ganz konkret für Patientinnen und Patienten? Wo profitieren sie unmittelbar?

Für uns ist entscheidend, dass Patientenwohl und Klimaschutz keine Gegensätze sind, sondern sich ergänzen. Für die Patienten bedeutet der Behandlungspfad eine Versorgung, die zielgenau, patientenorientiert und klimafreundlich ist, ohne Kompromisse bei der Behandlungsqualität.

Optimierte Versorgungsstrukturen - weniger vermeidbare Arzttermine oder Untersuchungen, koordinierte Therapiewege und eine ganzheitliche Betrachtung der Therapie - sorgen dafür, dass Patienten schneller und effektiver die richtige Versorgung erhalten. Dies führt nicht nur zu einer höheren Zufriedenheit, sondern spart gleichzeitig wertvolle Ressourcen und reduziert den CO₂-Fußabdruck des Gesundheitssystems. Denn eine an den Bedürfnissen des Patienten ausgerichtete Versorgung ist nicht nur wirksamer, sondern gleichzeitig ressourcenschonend. Klimafreundlichkeit ist also nicht nur ein zusätzlicher Aspekt, sondern ein natürlicher Bestandteil einer effizienten und qualitativ hochwertigen Behandlung.

Orion Pharma ist für Innovationskraft bekannt. Wie passt dieses Projekt in Ihre langfristige Nachhaltigkeitsstrategie?

Unser Behandlungspfad ist ein zentraler Baustein unserer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie. Als Unternehmen verfolgen wir das Ziel, unsere internen Prozesse bis 2030 komplett klimaneutral zu gestalten. Unser Vorgehen umfasst drei Säulen: Erstens verfolgen wir unternehmenseigene Nachhaltigkeitsziele mit einem klaren Bekenntnis zu ökologischer und sozialer Verantwortung, zweitens entwickeln wir klimafreundliche Produkte und drittens setzen wir uns aktiv für eine stärkere Förderung klimafreundlicher Maßnahmen im Gesundheitswesen und in der Politik ein.

Bereits heute haben wir konkrete Erfolge vorzuweisen: 2022 haben wir den Nachhaltigkeitspreis des Bundesverbands Deutscher Arzneimittel-Hersteller erhalten. Heute ist der Verband bekannt als Pharma Deutschland. Damit wurden wir für unsere ganzheitliche Verringerung der Emissionen über den gesamten Produktlebenszyklus eines unserer Produkte ausgezeichnet. Wir haben auf 100% erneuerbare Energien in der Produktion umgestellt und nehmen seit 2022 systematisch unseren Carbon-Footprint auf.

Wir zeigen damit, dass die Pharmaindustrie und der Klimaschutz keine Gegensätze sind. Im Gegenteil: Wir als Branche sind notwendig zum Erreichen der Klimaschutzziele. Unsere Forschung schafft neue, klimafreundliche Produkte und Lösungen, die nötig sind, um Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden.

Orion Pharma zeigt hier klar Pioniergeist. Was sind die nächsten Schritte, um die Idee über die Pilotphase hinaus in die Breite zu tragen?

Wir suchen aktiv den weiteren Austausch mit Akteuren aus dem Gesundheitswesen, um unsere Erkenntnisse in der Praxis umzusetzen. Dabei sind wir offen für jeden Input und freuen uns über Menschen und Organisationen, die sich gemeinsam mit uns für eine nachhaltigere und patientenorientierte Versorgung engagieren möchten. Mit vereinten Kräften wollen wir die Idee unseres Behandlungspfades langfristig im Gesundheitswesen verankern und gemeinsam Lösungen entwickeln, die den Herausforderungen der Zukunft gerecht werden.

Gleichzeitig werden wir die Ergebnisse unserer Stakeholdergespräche systematisch aufbereiten und in konkrete, umsetzbare Handlungsempfehlungen überführen. Diese Empfehlungen werden wir dann gezielt an zentrale Entscheidungsträger im Gesundheitswesen und in der Politik kommunizieren. Unser Ziel ist es, die Diskussion über klimafreundliche Versorgung in die Breite zu bringen und den klaren Mehrwert für Patienten sowie das gesamte Gesundheitssystem zu verdeutlichen.

Was treibt Sie persönlich an, Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Gesundheitswesen so entschlossen voranzubringen?

Es ist die Verbindung von Innovation und Verantwortung, die mich motiviert. Die Möglichkeit, mit unseren Ideen und Projekten echten Einfluss auf das Leben der Patienten und das Gesundheitssystem als Ganzes zu haben, ist unglaublich inspirierend. Wenn wir heute die richtigen Entscheidungen treffen, können wir nicht nur die Lebensqualität der Patienten verbessern, sondern auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. 

Als Geschäftsführer von Orion Pharma Deutschland ist es meine Überzeugung, dass wir als Unternehmen des Gesundheitssektors nicht nur im Hinblick auf die Patientenversorgung, sondern auch im Kontext von Nachhaltigkeit und Klimaschutz weiterdenken müssen. Der Gesundheitssektor bietet enormes Potenzial, um positive Veränderungen zu bewirken.

Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen in unserem Team von etwa 100 Mitarbeitenden in Deutschland zeigt mir immer wieder, welche Kraft in der Vielseitigkeit und dem gemeinsamen Engagement liegt. Unsere nordische Unternehmenskultur mit ihrer Lockerheit, Transparenz und dem ausgeprägten Teamgeist schafft ein Umfeld, in dem innovative Lösungen entstehen können.

Wenn Sie einen Blick in die Zukunft werfen: Wo sehen Sie Orion Pharma und das Projekt in fünf oder zehn Jahren?

Ich wünsche mir, dass unser Projekt in den nächsten Jahren weiterwächst und sich Teile des Gesundheitssystems einige unserer Empfehlungen zu Herzen genommen haben. Langfristig sehe ich uns als Teil eines transformierten Gesundheitssystems, in dem Klimaschutz und Patientenwohl selbstverständlich zusammengedacht werden. Wir wollen aktiver Gestalter der Klimawende sein, ohne Kompromisse bei der Patientenversorgung einzugehen. Ich denke, unser heutiges Engagement legt damit den Grundstein, damit wir in Zukunft Veränderungen sehen, von denen alle profitieren: die einzelnen Patienten, das Gesundheitswesen und das Klima.

 

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