An der Malteser Straße im Berliner Süden entsteht aktuell nicht weniger als der Supermarkt der Zukunft: Auf 6000 Quadratmetern Fläche verbindet REWE modernes, klimaschonendes Bauen mit Ideen für die Zukunft der Nahversorgung. Denn: Auf dem Dach des REWE Green Farming wird künftig Salat angebaut. Und das ist nicht die einzige Neuerung, die hier ab Sommer 2026 zu erleben ist.
Schon seit 2009 setzt REWE beim Bau von neuen Supermärkten auf Klimafreundlichkeit: Das erste dieser „Green Buildings“ ist damals in Berlin-Rudow entstanden, es folgten 400 weitere nachhaltige Gebäude in ganz Deutschland – ein Konzept, für das REWE mit einer Reihe an nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. 2021 wurde die Idee weiterentwickelt: In Wiesbaden-Erbenheim baute REWE gemeinsam mit dem renommierten Londoner Architekturbüro ACME einen Prototypen für künftige Märkte.
Das neue Gebäudekonzept setzt auf nachwachsende Rohstoffe, Licht und Natürlichkeit. In modularisierter Holzbauweise entsteht eine gewölbeartige Stützenstruktur mit großem Wiedererkennungswert. Der Verkaufsraum wird gegliedert, große Fensterfronten sorgen für maximalen Tageslichteinfall, es entsteht eine ganz neue Einkaufsatmosphäre. Wärmepumpe und Photovoltaik ermöglichen eine Energieversorgung mit 100 Prozent Grünstrom. Rund um den Markt finden sich insektenfreundliche Grünflächen, versickerungsfähige Stellplätze, E-Ladesäulen – und große Fahrrad- und Lastenradbereiche.
• Baustart: 28. März 2025
• Richtfest: 17. September 2025
• Eröffnung: Sommer 2026
• Adresse: Malteser Straße 136, 12249 Berlin-Lankwitz
• 2.150 Quadratmeter Verkaufsfläche
• Berlins größte Dachfarm (2.760 qm)
• Das Gebäude besteht aus rund 1.800 Kubikmetern Nadelholz und speichert über 930 Tonnen CO₂
• Energie aus 100 % Grünstrom, Abwärmenutzung und PV-Anlage mit rund 200 Modulen
• IHK-Preis „Klimaschutzpartner Berlin 2025“
„Mit dem Markt in Berlin bauen wir zudem erstmals komplett in Holz – anders als in Wiesbaden, wo die Servicebereiche aus Beton bestehen“, erklärt Klaus Wiens, Head of Bauwesen Filialbau bei REWE. In Lankwitz werden heimische Nadelhölzer verbaut, die über 930 Tonnen Kohlendioxid speichern.
Der Vorteil der Holzbauweise: Hat der Supermarkt in einigen Jahrzehnten das Ende seiner Lebensdauer erreicht, kann er rückgebaut werden. Das heißt: Die Bauteile müssen nicht recycelt, sondern können direkt weiterverwertet werden – der Kreislauf wird geschlossen. Damit das so einfach wie möglich wird, wird der Markt in der Malteser Straße in modularer Holzbauweise errichtet.
Und: Anstatt Leim werden Schrauben genutzt, was die Demontage deutlich erleichtert. „Holz ist das Kernelement unseres Supermarkts der Zukunft. Wir binden damit viele hunderte Tonnen CO2. Und wir schließen den Baukreislauf“, so Peter Maly aus dem Vorstand der REWE Group. Und Klaus Wiens ergänzt: „In 40 Jahren ist der Markt kein altes Gebäude, sondern ein Baustoffdepot.“ Durch den konsequenten Holzeinsatz sinkt der Betonanteil um rund 25 Prozent, die CO₂-Emissionen über den Lebenszyklus hinweg um 50 Prozent.
Doch damit nicht genug: In Zukunft kombiniert REWE das „Green Building“ mit dem „Green Farming“ (Link zu https://nachhaltigkeit.rewe.de/klima/nachhaltigere-maerkte/green-farming) – und ja, das ist selbst mitten in der Großstadt möglich: Das Supermarktdach wird zur Ackerfläche 2.0. Im REWE-Pilotmarkt in Wiesbaden wächst Basilikum, in der Malteser Straße soll Blattsalat angebaut werden – und zwar nicht nur symbolisch, sondern in großem Maßstab: Mit der Ernte der Lankwitzer Dachfarm sollen jedes Jahr 900.000 Tüten Salatmischungen gefüllt werden.
Betreiber der Salatfarm ist das Berliner Unternehmen ECF Farmsystems (Link zu Artikel 2), bekannt als Vorreiter für urbane Lebensmittelproduktion. Von der Malteser Straße aus soll der Salat an 500 Supermärkte in der gesamten Hauptstadtregion gehen. Der Clou: Kopfsalat, Rucola und Co. müssen nicht erst nach Berlin transportiert werden, sondern werden dort angebaut, wo sie auch tatsächlich gegessen werden. Das spart Transportwege – und senkt so den CO2-Ausstoß. Die Dachfarm arbeitet mit Regenwasser aus der eigenen 100-Kubikmeter großen Zisterne und nutzt Abwärme aus dem Markt – ein geschlossener urbaner Agrarkreislauf.
Was REWE in Lankwitz entstehen lässt, ist bereits jetzt preiswürdig: Die IHK zeichnete den Markt an der Malteser Straße mit ihrem Preis „Klimaschutzpartner Berlin 2025“ aus – und das noch vor der Eröffnung. Entsprechend groß sind die Erwartungen – nicht nur an den klimaschonenden Betrieb, sondern auch an das Einkaufserlebnis: Wenn im Sommer in Lankwitz die Pforten aufgehen, wartet eine Verkaufsfläche von über 2000 Quadratmetern. Mit dabei: Eine große Salatbar, eine Bedientheke für Fleisch, Wurst und Käse, ein Bäckerei-Café mit Sonnenterrasse – und ein Sortiment mit dem Schwerpunkt Frische und Vielfalt (Link zu Artikel 4), Regionalität (Link zu Artikel 3) und pflanzliche Ernährung. Der Supermarkt der Zukunft – ab Sommer in Berlin!
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