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Der Supermarkt der Zukunft steht in Lankwitz

Dachfarm, Holzbauweise und kurze Lieferwege: Das neue REWE Green Farming bringt Landwirtschaft zurück in die Stadt – und macht Einkaufen alltagstauglich.

Wie sieht der Supermarkt der Zukunft aus? In Berlin-Lankwitz kann man ihn seit Mai ganz konkret betreten. An der Malteserstraße hat REWE seinen neuen „Green Farming“-Markt eröffnet – mit Dachfarm, Holzbauweise und jeder Menge Ideen dafür, wie Einkaufen künftig regionaler und angenehmer werden könnte.

Schon von außen sticht der Markt ins Auge: Statt grauer Zweckarchitektur sind helle Holzkonstruktionen, große Fensterflächen und viel Tageslicht prägend. 72 sieben Meter hohe Holzstützen tragen die Halle und schaffen eine offene Atmosphäre, die eher an eine moderne Markthalle erinnert als an einen klassischen Supermarkt.

Ein Markt, der anders gebaut ist

„Mit seiner gestapelten Holzkonstruktion bringt dieser neue Markttyp Wärme und Schönheit in eine typischerweise unpersönliche Umgebung“, sagt Friedrich Ludewig vom Architekturbüro ACME, das das Konzept gemeinsam mit REWE entwickelt hat. 

Doch hinter der Architektur steckt mehr als nur Design. Der Markt soll zeigen, wie nachhaltiger Einzelhandel künftig funktionieren kann. Rund 1.800 Kubikmeter heimisches Nadelholz wurden verbaut, dadurch speichert das Gebäude etwa 930 Tonnen CO₂. Gleichzeitig konnte der Betonbedarf um rund 25 Prozent reduziert werden. 

©Christoph Große

„Mit REWE Green Farming entwickeln wir unsere Green-Building-Strategie weiter und verbinden kreislauffähiges Bauen mit urbanem Lebensmittelanbau“, sagt Peter Maly, Vorstand der REWE Group. Der Standort in Lankwitz sei ein Beispiel dafür, wie umweltbewusste Architektur und Nahversorgung künftig zusammengedacht werden könnten.

Der REWE-Markt an der Malteserstraße entstand in nur 14 Monaten. Gebaut wurde in Holzbauweise, innen Fichte, außen Lärche. Der Clou: Der Supermarkt ist komplett rückbaubar, am Ende seiner Lebenszeit kann das Holz wiederverwendet werden. Das schont Ressourcen und vermeidet Abfälle. Entsprechend dient der Markt in Lankwitz als Vorreiter: Die Holzbauweise soll bei neuen REWE-Märkten künftig in Serie gehen.

 

 

Unten einkaufen, oben Ackerbau 2.0

Neben der umweltfreundlichen Bauweise ist in Lankwitz auch „Green Farming“ zu erleben – oder auch „Ackerbau 2.0“: Auf dem Dach des Supermarkts entsteht Deutschlands größte Dachfarm. Während unten die Einkaufswagen geschoben werden, wird oben geerntet. Ab Sommer 2026 ist der „Lankwitzer Pflücksalat“ dann kurze Zeit später unten im Markt zu kaufen. 

Betreiber der Dachfarm ist das Berliner Unternehmen ECF Systems, das den Salat in einem hydroponischen System unabhängig von Wetter oder Jahreszeit anbaut. „Wir bringen die Lebensmittelproduktion dorthin, wo der Bedarf ist“, so Nicolas Leschke von ECF Systems. Und Stefan Hörnig von der Regionalleitung REWE Ost ergänzt: „Das Beste an diesem Salat ist: Er hat nicht tausende Kilometer an Transportweg hinter sich.“

Bis zu 900.000 Salatmischungen pro Jahr sollen künftig von Lankwitz aus an rund 500 Märkte in der Hauptstadtregion geliefert werden. Das spart lange Transportwege: Im Vergleich zu Importware aus Südeuropa lassen sich laut REWE jährlich fast 500.000 Fahrtkilometer einsparen. Lankwitz statt Kalabrien – einen noch kleineren CO₂-Abdruck kann Salat kaum haben. In Sachen Frische ist er ohnehin unschlagbar. 

Bei allen Innovationen ist der REWE-Markt an der Malteserstraße aber vor allem eines: praktisch für den Alltag. Familien finden hier Frischetheken, regionale Produkte, eine Salatbar, Sushi sowie heiße Snacks zum Mitnehmen. Dazu kommen digitale Services wie Selfcheckout-Kassen, Scan&Go oder der REWE-Abholservice. 

 

Regionalität mitten im Kiez

Betrieben wird der Markt vom selbstständigen Kaufmann Felix Thomas, der den Standort bewusst lokal verankern möchte. Der Fokus liegt dabei klar auf Frische, Regionalität und einem Einkaufserlebnis, das stärker auf die Bedürfnisse der Menschen im Kiez zugeschnitten ist.

REWE arbeitet in Berlin und Brandenburg bereits mit rund 240 regionalen Produzent:innen zusammen. In Lankwitz gibt es eine eigene Ecke mit regionalen Produkten, darunter Berliner Lieblinge wie Candé Natura, Hemme Milch, Mampe oder die Berliner Kaffeerösterei.

So wird der neue Markt in Lankwitz mehr als nur ein Ort zum Einkaufen. Er zeigt, wie urbane Nahversorgung in Zukunft aussehen könnte: mit kürzeren Wegen, nachhaltiger Architektur und Lebensmitteln, die direkt dort entstehen, wo die Menschen leben.

REWE Green Farming Berlin 

Standort: Malteserstraße 136, Berlin-Lankwitz 
Eröffnung: Mai 2026

Das steckt drin: 

  • 2.150 Quadratmeter Verkaufsfläche

  • Deutschlands größte Dachfarm auf einem Supermarkt: Ab Sommer 2026 gehen von hier aus jeden Tag Salatmischungen an 500 REWE-Märkte in Berlin und Brandenburg

  • Holzbaukonstruktion: 1.800 Kubikmeter heimische Nadelhölzer, komplett rückbaubar

  • Photovoltaikanlage mit rund 200 Modulen: Rund 50 Prozent weniger Energiebedarf als konventionelle Supermärkte

  • Selfcheckout, Scan&Go und Abholservice

  • Viele regionale Produkte, Bäckerei Steinecke und Sushibar

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