zum Hauptinhalt
ANZEIGE

„Ich will den Markt im Kiez verankern“

Felix Thomas, Betreiber des REWE-Markts an der Malteserstraße, über seinen Schritt in die Selbstständigkeit mit REWE und den Supermarkt der Zukunft.

Der neue REWE-Markt an der Malteserstraße, wenige Tage vor der Eröffnung: Es wird aufgebaut und eingeräumt, geschraubt und geschoben. Mittendrin im Gewusel: Kaufmann Felix Thomas. Der Trubel um ihn herum bringt ihn nicht aus der Ruhe: „Das ist meine vierte Markteröffnung“, schmunzelt er – und nimmt sich Zeit für einige Fragen rund um das Arbeiten bei REWE und das Einkaufen von morgen.

 

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus? 

Mein Tag beginnt morgens um 5 Uhr mit einer ersten Lagebesprechung: Alle Mitarbeitenden der Frühschicht kommen zusammen, darunter auch alle Abteilungsleiter. Wir klären: Was steht an, wie ist die personelle Besetzung, was gibt es an Besonderheiten? Und davon gibt es im Einzelhandel mehr als man denkt: Wir gehen mit dem Jahresrhythmus, bei uns im Markt ändert sich das Sortiment je nach Saison – und dazu kommt, dass bei uns nicht immer gleich viel los ist. An Wochenenden und Feiertagen – etwa Weihnachten – ist der Andrang höher. Mit unserem täglichen Morgen-Meeting stellen wir sicher, dass am Ende für unsere Kundschaft alles rundläuft.

 

Wie organisieren Sie die Arbeit im Markt?

Der REWE-Markt in der Malteserstraße in Lankwitz ist von Montag bis Samstag von 6 bis 22 Uhr geöffnet. Entsprechend teilen wir den Tag in drei Schichten ein. Grob kann man sagen, dass immer rund 20 Mitarbeitende da sind. Aber: Unser Team in Lankwitz hat ganz unterschiedliche Arbeitszeitmodelle – zwischen 20 und 37 Stunden ist alles dabei. Darunter sind auch Alleinerziehende, die an die Öffnungszeiten von Kita und Hort gebunden sind. Das alles berücksichtige ich, wenn ich die Personalplanung mache. Ich mache die Dienstpläne drei Wochen im Voraus und schaffe so Planbarkeit für mein Team. 

©Christoph Große

Geben Sie uns einen Blick hinter die Kulissen: Wie sehen die Verantwortlichkeiten in einem Supermarkt aus?

Ähnlich wie in anderen Unternehmen auch: Es gibt Abteilungsleiterinnen und -leiter, die jeweils eigene Bereiche verantworten – zum Beispiel Obst/Gemüse, Bake-off oder Getränke. Als Kaufmann kümmere ich mich um Personalführung und Dienstplanung, prüfe Rechnungen, kontrolliere Lieferungen und werte Daten aus. Unterstützt werde ich von drei Assistenzen, die die Marktleitung übernehmen, wenn ich nicht da bin, und von einem Schichtleiter. 

 

Sie übernehmen den REWE-Markt in Lankwitz als selbstständiger Kaufmann. Was bedeutet das?

Richtig – und das ist für mich tatsächlich auch persönlich ein großer Schritt. Ich bin 2016 bei REWE eingestiegen, als sogenannter „Abi-Azubi“ mit anschließendem Handelsfachwirtstudium. Ich habe in den letzten zehn Jahren verschiedene Märkte in Berlin durchlaufen, mich laufend weitergebildet, Führungskräftetrainings absolviert, einen Ausbilderschein gemacht und vieles mehr. 

In den vergangenen vier Jahren habe ich die Neueröffnung von drei REWE-Märkten betreut – der Einzelhandel ist meine Welt. Gleichzeitig reizt mich das Unternehmertum. Ich mag es, eigenverantwortlich zu arbeiten, selbst entscheiden und gestalten zu können – und mit dem Modell des „selbstständigen Kaufmanns“ bietet REWE mir genau diese Chance. 

 

War der Schritt vom Angestelltendasein in die Selbstständigkeit für Sie auch mit Respekt verbunden? 

Ich weiß, dass auch Herausforderungen auf mich zukommen. Aber: Ich bin eng mit den anderen REWE-Kaufleuten vernetzt und mit ihnen Teil einer Genossenschaft. Ich weiß: Wenn der Schuh drückt, gibt es immer irgendwo jemanden, der das Problem kennt und helfen kann. Das entlastet mich sehr! Neben dem Erfahrungsaustausch ist der Vorteil der Genossenschaft, dass wir als Kaufleute hier unsere Expertise einbringen können, etwa in der Gremienarbeit.

 

Warum reizt es Sie, den Markt in der Malteserstraße zu leiten?

Die Positionen als Kaufmann sind begehrt: Ich musste mich intern auf die Stelle bewerben und ein Auswahlverfahren durchlaufen. Was mich reizt, ist, künftig stärker unternehmerisch zu handeln und meine Erfahrung einzubringen. Ich kenne REWE seit zehn Jahren, habe zuletzt einen Markt mit 80 Mitarbeitenden geleitet. 

Im Auswahlverfahren konnte ich aber vor allem mit meinem Standortkonzept überzeugen: Ich will den Markt in Lankwitz lokal verankern und zum Dreh- und Angelpunkt machen. Mir geht es darum, langjährige, stabile Kundenbeziehungen aufzubauen. Um den Markt im Kiez zu vernetzen, stehe ich bereits im Kontakt mit umliegenden Schulen, Kitas und Vereinen.

 

Was sind Ihre Pläne für Ihren REWE-Markt?

Es ist der erste REWE-Green-Farming-Markt in Berlin. Auf unserem Dach ist die größte Dachfarm Deutschlands – hier wird Pflücksalat angebaut, mit dem wir 500 Supermärkte der Region beliefern. Wir machen vor, wie der Supermarkt der Zukunft aussehen kann – nachhaltig, regional und digital. Besonders stolz bin ich auf die Dachfarm und die energieeffiziente Technik. Wer hier einkauft, findet viele regionale und saisonale Produkte. Außerdem gibt es digitale Angebote wie „Scan & Go“ oder unseren Abholservice mit separatem Eingang. 

Auch was das Team angeht, habe ich viel vor: Ich setze auf Kommunikation und Transparenz. Ich möchte ein starkes Team aufbauen, in dem sich alle wertgeschätzt fühlen. 

Artikel teilen